Hunde - jetzt wird's ernst

Hunde: Jetzt wird's ernst

Zuallererst muss klar sein, dass bei der Erziehung unseres vierbeinigen Begleiters von allen Familienmitgliedern
an einem Strang und in einer Richtung
gezogen wird. Es dürfen keinerlei selbstständige Experimente von einzelnen Personen aus dem Haushalt veranstaltet werden, wenn unser Vierbeiner das werden soll, was wir uns wünschen. Als Nächstes sollte man sich im Klaren sein, dass man zwar seinen Hund gerne ständig um sich hat, aber ganz nebenbei auch für Futter und Wasser sorgen muss - sprich arbeiten geht. Da macht es sich nicht gut, wenn man keinen Plan hat und der Hund früher oder später alleine im Haus, in der Wohnung oder günstigsten Falls im Garten ohne Aufsicht über längere Zeit sich selbst überlassen ist. Für große Rassen ist daher ein Hundezwinger (je größer um so besser) ideal geeignet. Darin sollte eine Hundehütte, Futternapf und Wassernapf vorhanden sein. Der Hundezwinger muss stabil, ausbruchssicher und vor allem sauber sein und sich leicht reinigen lassen, sollte wider Erwarten der Hund doch einmal dort hinein gemacht haben. Der Hundezwinger ist das Zuhause des Hundes, sein Rückzugsgebiet und
der Hundebesitzer ist dort nur Gast!!!

In dieser Räumlichkeit erfolgt nicht einmal ein Kommando, sondern es wird dort drinnen nur gelobt. Es wird weder geschimpft, noch gemaßregelt oder gestraft. Ich als Wohnungsinhaber würde schließlich auch dumm aus der Wäsche gucken, wenn mich mein Gast in den eigenen vier Wänden maßregelt. Ich würde ihn ganz einfach an die frische Luft befördern, damit er erst mal Anstand lernt: frische Luft soll da sehr hilfreich sein. Der Hund benötigt genauso wie wir Menschen eine Möglichkeit, ganz für sich alleine zu sein - also einen "Freiraum". Darum ist es absolut "tödlich", einen Hund zur Strafe in seinen Zwinger zu schicken.

So, nun haben wir alles und es wird langsam Zeit, den Traumhund nach Hause zu holen. Ich war schon bei einem Züchter und habe mir persönlich einen Welpen ausgesucht. Idealerweise hat der Welpe mich ausgesucht, denn dann besteht schon eine "seelische" Bindung vom Hund zum zukünftigen Besitzer, welche der Hund selbst aufgebaut hat. Dies würde die zukünftige "Arbeit" mit ihm mehr als vereinfachen - ist aber nicht zwingend nötig. Ein guter Züchter gibt dem zukünftigen Besitzer die Möglichkeit, alleine mit seinem zukünftigen Hund zu agieren - er stellt sich etwas Abseits, so dass er nicht "stört" und der Welpe sich auf seinen neuen Besitzer konzentrieren kann. Hilfreich ist auch, dass der Züchter nicht ununterbrochen seinen Kunden zutextet, so dass auch der zukünftige Besitzer sich auf seinen Welpen konzentrieren kann. Hat man einen solchen Züchter erwischt, kann man sich glücklich schätzen und weiß, dass der Hund aus wirklich gutem Hause ist. Sind die Elterntiere gesund und haben nicht solche Krankheiten wie Ellenbogengelenksdysplasie (ED), Hüftgelenksdysplasie (HD), erbbedingt kann weiterhin Gleichgewichtsstörungen, Taubheit und Nervenerkrankungen hinzukommen, dann ist von dieser Seite her eine lange Gesundheit vorgegeben.

Es lohnt sich also, wenn man gleich von Anfang an genau hinschaut. Ein guter Züchter hat dafür immer Zeit und immer Verständnis und wird immer helfen, seine guten Welpen in verantwortungsbewusste Hände zu geben.



Wir können unseren Hund mit nach Hause nehmen.

Idealer weise geschieht das am Freitag, oder noch besser: wir haben mindestens Kurzurlaub, wollen nirgends hinfahren und haben uns die freien Tage extra für den Hund genommen.

Übertrieben?
Nicht im Geringsten, denn so haben wir alle Zeit der Welt und können uns ausgiebig mit unserem neuen Vierbeiner beschäftigen. Dieser ist zu 99,9 % genauso neugierig wie seine neuen Besitzer und will alles und Jeden untersuchen. Mit eingebunden in sein neues Dasein sollte der Hundezwinger werden. Der Hundebesitzer betritt zuerst den Zwinger und lockt den Hund (ohne Leckerlie) mit weicher Stimme in sein neues "Eigenheim". Bei offen gelassener Tür wird der Hund ausführlich gelobt, gestreichelt und bespielt.
Kommt die Fressenszeit, erfolgt die Fütterung vorerst ausschließlich im neuen "Eigenheim". Wenn sich der Hund am Futternapf zu schaffen macht, wird die Tür von außen verschlossen und der Hund erhält beim Beginn des Fressens seine Ruhe, indem der / die Besitzer sich diskret zurück ziehen. Gefüttert wird nie zwischendurch, sondern stets zu den festgelegten Zeiten, welche im Welpenalter nötig sind.

Ihr seht - Es gab keine Rückschläge, sondern 2 x 100 % Erfolg - und das gleich von Anfang an:

"Der Hund geht gerne in seinen Hundezwinger" =100 %
"Tierarztfolgekosten minimiert:" =100 %


Und genauso erfolgreich geht es weiter mit der Erziehung.